Themen:

Gemeinsame Anliegen
PädagogInnenbildung neu
Musikmittelschulen stellen sich vor

Zu Gast: Univ.Prof.Bernhard Gritsch

Alljährlich treffen sich die DirektorInnen und KoordinatorInnen der 15 Musik-HS bzw. Musik-NMS an einem der Sonderform-Schulstandorte. Abgesehen von Schwerpunkthemen und der Festlegung weiterer Schritte gemeinsamer Anliegen beeindrucken das freundlich gesinnte Miteinander und die interessanten Vernetzungsgespräche.

Heuer trafen sich die SchulleiterInnen und KoordinatorInnen an der Musik-NMS Eibiswald, einer nahe der slowenischen Grenze liegenden Schule. Der Klassenchor der 4.Klasse unter der Leitung von Kollegin Maria Prettenthaler eröffnete mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm.
Nach Informationsweitergaben seitens des Musikfachinspektors Klaus Dorfegger und der Landesleitein Ulla Kriebernegg zu verschiedenen Themenbereichen wie Jugendsingen, neue Team-Website, Ensemblemusizieren, DirektorInnentagung in Rust, DVD.online, steirische Landestagung und vieles mehr wurde noch ein kurzer Rückblick auf den in der Steiermark organisierten Bundeskongress im Herbst 2014 geworfen. Dazu wurde angemerkt, dass die Tagung in dieser Größenordnung unter den perfektionistischen Ansprüchen und unter der äußerst verlässlichen Zusammenarbeit einiger KollegInnen verschiedener Schulen alle Wünsche erfüllt hat. Der Dank galt sowohl den unterstützenden DirektorInnen wie den an der Organisation beteiligten KollegInnen.

Nach den Themen der vergangenen Jahre wie „Zusammenarbeit Kunstuniversität – PHST – Konservatorium“ oder „Liebe PH: Das sind wir, die Sonderform“ oder „Namensgebung: Die Stmk ist anders?“ oder „Zusammenarbeit Musikschulen – musische Sonderform im Hinblick auf die bald zu erwartenden Pensionierungswellen“ wählte ich diesmal ein uns schon seit langem begleitendes Anliegen: Die Qualität der MusiklehrerInnenausbildung. Dazu sprach Studiendekan und Vorsitzender der Curriculakonferenz Prof. Bernhard Gritsch der Kunstuniversität Graz. In seiner launigen Art präsentierte der den interessierten Anwesenden den Stand der Pädagoginnenbildung neu.
Nun sind wir in der Steiermark bzw. im Bildungsverbund Südost (Stmk, Knt, Bgld) in der wunderbaren Lage, dass sich die VertreterInnen sieben pädagogischer Bildungsstätten in den o.g. Bundesländern zu einem gemeinsamen Curriculum für die PädagogInnenbildung neu durchgerungen haben. Wir atmen auf. Mit dem zukünftig bezeichneten „Sekundarlehrer“, der die gemeinsame Ausbildung von Universität und Pädadogischer Hochschule zu absolvieren hat, hoffen wir musische Sonderformen auf qualitätsvollen LehrerInnen-Nachwuchs, der zwar zum Einen eine aufwändigere Ausbildungszeit zu bewältigen hat und außerdem leider erst in einigen Jahren zum Tragen kommt, die verstärkte Qualität aber andererseits unseren Schulen gut tun wird.
Nach heftiger Diskussion und mehrmalig dringlichen Anfragen hat uns Prof. Gritsch auch versprochen, sich bezüglich Zusatzausbildung für IGP-AbsolventInnen stark zu machen, vorausgesetzt, die Interessierten könnten in einem Aufnahmeverfahren musisch-pädagogische Fähigkeiten nachweisen.

Nach dem Mittagessen stellten die DirektorInnen der Musik-NMS Ferdinandeum und der Musik-NMS Kirchberg ihre Schulprofile, Stundentafel, Schwerpunktsetzungen usw. vor und eröffneten einen regen Gedankenaustausch.
Und schließlich wurde die nächste „Dienstbesprechung“ für den 12.1.2016 an der Musik-NMS Mautern festgelegt.
Ein rundum interessanter Tag, der Hoffnung macht, dass die DirektorInnen und KoordinatorInnen unserer musische Sonderformen motiviert in die nahe Zukunft blicken können.

Ulla Kriebernegg

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